Niedersächsische App-Entwickler gewinnen Cebit Innovationspreis

Hannover  Zu den Preisträgern in diesem Jahr zählt eine App zur Erkennung von Pflanzenschäden, die dem Gärtner gleich Gegenmaßnahmen empfiehlt.

Ein Team von Softwareentwicklern aus Niedersachsen ist von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) mit dem Innovationspreis der IT-Messe Cebit ausgezeichnet worden.

Foto: Peter Steffen/dpa

Ein Team von Softwareentwicklern aus Niedersachsen ist von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) mit dem Innovationspreis der IT-Messe Cebit ausgezeichnet worden. Foto: Peter Steffen/dpa

Ein Team von Softwareentwicklern aus Niedersachsen ist von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) mit dem Innovationspreis der IT-Messe Cebit ausgezeichnet worden. Das Team hat eine App entwickelt, mit der sich Krankheiten von Pflanzen bestimmen lassen.

Die Smartphone-App Plantix gleicht Fotos von mit Schädlingen befallenen Pflanzen mit einer Bilddatenbank ab und gibt dem Nutzer dann eine Empfehlung zur deren Bekämpfung. „Wir hoffen damit Kleinbauern in Entwicklungs- und Schwellenländern helfen zu können“, sagte Preisträger Pierre Munzel. Bisher wurde die Software von Hobbygärtnern getestet. Sie lasse sich aber auch in andere Systeme einbauen und sei etwa in Gewächshäusern oder in Agrarrobotern einsetzbar.

Entscheidend für die Auszeichnung sei der praktische Nutzen der Innovation, sagte Ministerin Wanka. Schließlich zähle Gartenarbeit zu den Lieblingshobbys der Deutschen.

Von dem mit insgesamt 100 000 Euro dotierten CeBIT Innovation Award gehen 50 000 Euro an die Entwickler aus Niedersachsen.

Der mit 30 000 Euro dotierte zweite Preis ging an das Unternehmen Viewlicity aus Hamburg, das eine neue Visualisierungstechnik für das Golftraining entwickelt hat. Den dritten Preis mit 20 000 Euro erhielt das Saarbrücker Unternehmen Backes SRT für eine Lösung zur sicheren Nutzung von privaten und geschäftlichen Daten auf dem eigenen Smartphone.

Außerdem wurde das Institut für Geoinformatik in Münster mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Die Forscher haben einen Bausatz für stationäre und mobile Sensorstationen entwickelt, mit denen Bürger oder Schulen Umweltdaten, etwa zu Luftqualität oder Lärmbelästigung, messen können. dpa

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