Volkswagen braucht mehr Werkschützer
Wolfsburg Bei VW gibt es nach einem neuen spektakulären Diebstahl eine Debatte um die Sicherheit im Werk
20 000 Autos fahren täglich ins VW-Werk rein und wieder raus. Auch in den Hallen tummeln sich fast rund um die Uhr externe Dienstleister und Bauarbeiter. Der VW-Werkschutz droht ob der schieren Masse der Besucher den Überblick zu verlieren. Deshalb fordert der Betriebsrat eine weitere Aufstockung des Personals. Denn in den vergangenen Monaten kam es verstärkt zu unerlaubten Zutritten und zu Diebstählen. „Unsere Werksicherheit macht tagtäglich einen guten Job. Klar ist aber, dass wir es trotz Kontrollen nie schaffen werden, Verbrechen wie Einbrüche zu 100 Prozent zu verhindern. Leider kann man sich gegen kriminelle Energie nicht vollständig schützen“, sagte der zuständige Betriebsrat Eckhard Krebs. Aktuell wurde am vergangenen Wochenende in Büros eingebrochen. Damit im Zusammenhang soll die Entwendung von 260 Schlüsseln aus Golf-Modellen in Halle 54 stehen. Einen ähnlichen Fall hatte es auch schon im Herbst des Vorjahres gegeben. Zudem hatten spektakuläre Aktionen der Umweltschutzorganisation Greenpeace Sicherheitsmängel aufgedeckt.
Laut Krebs wurde im Vorjahr „an unseren Toren jeweils mehr als 200 000 Tages- und Wochenpassierscheine für Fußgänger“ ausgestellt. Akribische Überprüfungen sind da natürlich nicht mehr drin. Zwar wird offiziell im Falle der entwendeten Schlüssel auch noch von Sabotage gesprochen. Tatsächlich aber befürchtet man auch intern, dass Kriminelle den täglichen Massenansturm aufs VW-Werk nutzen, um ihr Unwesen zu betreiben.

