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Wolfsburg

Gesundheitspark mit Modellcharakter

Ergänzung des medizinischen Angebots im Klinikum – Baubeginn im Frühjahr – Kosten: 20 bis 25 Millionen Euro

Helmut Raabe

Von dem Weltruf einer Mayo-Klinik ist das Wolfsburger Klinikum noch ein gutes Stück entfernt, aber zumindest in Deutschland wird im nächsten Jahr sein Bekanntheitsgrad wachsen. In Kooperation mit dem Klinikum und auf dessen Gelände soll im nächsten Jahr ein moderner Gesundheitspark entstehen, der Modellcharakter in der Bundesrepublik haben könnte.

Der Gesundheitspark, mit dessen Errichtung in der Nähe der Einfahrt Sauerbruchstraße im Frühjahr 2003 begonnen werden soll, wird aus zwei großen Bereichen bestehen (WN berichtete mehrfach). Da wird es einerseits ein internationales Hotel mit 100 Zimmern (200 Betten) und erstklassigem Service geben, andererseits aber auch eine ganze Reihe von Facharztpraxen. Die Ärzte sollen überregionales Renommee besitzen und das Angebot des Klinikums fachlich ergänzen.

Die Ärzte sollen nach derzeitiger Planung folgende Bereiche abdecken: Neurologen (arbeiten derzeit im Klinikum), ein Orthopäde mit dem Schwerpunkt Sportmedizin, Neurochirurgie, Minimal-invasive Chirurgie (zum Beispiel Rücken, Knie), Schönheitschirurgie inklusive Haut, Schmerztherapie und der Augenarzt Dr. Christian Heuberger (Fallersleben), von dem auch die Initiative ausging. Weitere Fachärzte könnten hinzukommen. Außerdem soll der Neubau eine ambulante Reha-Station, Ergo- und Logopäden aufnehmen.

Der Göttinger Unternehmensberater Peter Windheuser nannte der WN die Investitionssumme: „20 bis 25 Millionen Euro.“ Zurzeit laufen die Verhandlungen mit möglichen Investoren (Banken). „Die Zeit drängt“, stellte Wilken Köster, Verwaltungsdirektor des Klinikums, fest, „denn der Gesundheitspark soll zugleich mit dem Bettenhaus G fertig werden. Der erste Spatenstich dafür wird im März gemacht.“

Der Gesundheitspark soll zwei Aufgaben erfüllen: Seine Ärzte sollen das medizinische Spektrum des Klinikums erweitern, vielleicht auch OPs und Großgeräte des Klinikums mitnutzen, um zu einer besseren Auslastung und Amortisation zu kommen. Außerdem sollen die Möglichkeiten des ambulanten Operierens vergrößert werden, wenn Bundesregierung und Bundestag die Weichen in diese Richtung stellen. Das Hotel soll zugleich die Nachsorge übernehmen, wenn die Klinik dafür zu teuer ist. Nutznießer wären in erster Linie Privatpatienten.

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Veröffentlicht: 15.10.2002 - 22:06 Uhr
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