Fan-Chaoten aus Berlin stoppen Bahnverkehr
2008-02-29T22:55:00+0100Union-Zuschauer randalieren im Bahnhof: Reisende verstecken sich – Notbremse im Zug gezogen – Viele Verspätungen für Bahnfahrer
WOLFSBURG. Fan-Chaoten des Fußballvereins FC Union-Berlin, der gestern zum Regional-Liga-Spiel in der Stadt war, haben den Bahnverkehr lahmgelegt.
Bahnhof Wolfsburg gestern Abend: Brüllende, betrunkene Fan-Chaoten aus Berlin torkeln aus den Zügen, die sie aus dem Osten nach Wolfsburg bringen. Mehr als 1000 der berüchtigten Fans der "Eisernen" sind auf dem Weg nach Wolfsburg. Die meisten mit der Bahn. Eine Einsatzhundertschaft erwartet die Hooligans im Hauptbahnhof. Reisende verstecken sich vor der Rotte.
Kurzzeitig erliegt der Bahnverkehr komplett – Züge nach Westen können nicht einfahren, weil Union-Fans in einer der Bahnen aus Berlin die Notbremse gezogen haben.
Thomas Bodendiek von der Inspektion Wolfsburg-Helmstedt leitet den Einsatz der Uniformierten vor der Regionalliga-Begegnung, und die Fußballzuschauer aus Berlin sind in der deutlichen Mehrheit auf dem Weg ins alte VfL-Stadion. Auf den Rängen werden insgesamt 1400 Fans gezählt, 1200 von ihnen sind Freunde von Union, die Eisernen, wie sie in der Szene heißen.
Vor dem Stadion überwachen Polizei-Einheiten zu Pferd den Anmarsch der Berliner. Die Beamten müssen nicht eingreifen.
Im Stadion sei es ruhig gewesen, heißt es nach dem Spiel, das die Amateure des VfL Wolfsburg deutlich mit 0:3 verloren haben.
Die glückseligen Berliner Fans zogen nach dem lautstarken Auftritt und dem Bahn-Chaos, das sie verursacht haben, friedlich wieder ab.


