Die Zukunft des Sports
Wolfsburg Viele Sportstätten in Wolfsburg müssen erneuert werden. Expertengruppen erarbeiten nun ein Konzept für den Sportentwicklungsplan.
„Wolfsburg ist eine bewegungsfreundliche Stadt", sagen 77 Prozent der Wolfsburger. Um die restlichen 23 Prozent zu überzeugen, haben gestern Expertengruppen die Arbeit an einem Konzept für die Entwicklung des Sports aufgenommen. Die Expertengruppen setzen sich aus Vertretern aus Politik, Verwaltung, Sportvereinen, Schulen und Krankenkassen zusammen, die im Rahmen des Sportentwicklungsplans darüber nachdenken wollen, wie Wolfsburg noch sportfreundlicher werden kann. „Ziel ist es, die künftigen Rahmenbedingungen für Sport und Bewegung in der Bevölkerung zu gestalten", sagte Sportdezernent Thomas Muth. „Insgesamt geht es um eine Weiterentwicklung Wolfsburgs als bewegungsfreundliche Stadt, die sowohl im Vereinssport als auch für den Freizeitsport ein attraktives Angebot vorhält."
Die Sportentwicklungsplanung war schon im vergangenen Jahr beschlossen worden. „Unsere Sportstätten sind in die Jahre gekommen", sagte Thorsten Werner, Vorsitzender des Sportausschusses. „Wir hatten also das Anliegen, die Bedarfe an Sportstätten zunächst neutral darzustellen, um nun qualifiziert planen zu können."
Die Stadt beauftrage das Stuttgarter Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps), die Wünsche und Anliegen der Wolfsburger im Bereich Sport zu ermitteln. „Besonders die Freizeitsportanlagen wurden in der Befragung schlecht bewertet", sagte Dr. Stefan Eckl vom ikps. Der Großteil der Befragten wünsche sich bessere Bolzplätze, Radwege, Schwimmbäder, Spielplätze und Laufwege für Jogging oder Walking. Außerdem sprachen sich in der Umfrage viele Wolfsburger für Investitionen im Bereich der Bewegungsförderung in Kindergarten und Schule und Unterstützung des Freizeitsports im Verein aus. Die Expertengruppen wollen nun anhand dieser und weiterer Daten in insgesamt sechs Treffen bis zur Sommerpause Empfehlungen und Zielsetzungen erarbeiten.

