Einer, der Salzgitter seinen Stempel aufgedrückt hat
Lebenstedt Walter Reinhardts Bilder sind bis 15. September im Hotel am See zu sehen.
Walter Reinhardt (1932-2011), Gastronom, Jazzmusiker, Künstler und vieles andere mehr, lebte viele Jahre in Salzgitter und hatte einen engen Bezug zu seiner Stadt. So macht es Sinn, dass seine Frau Birgit Jahn-Reinhardt nun, da sich sein Todestag demnächst jährt, eine Ausstellung seiner Bilder aus der Zeit in Salzgitter im Hotel am See organisiert hat.
Die Wahl des Ausstellungsortes ist kein Zufall, denn Walter Reinhardt kam als Siebenjähriger nach Lebenstedt, wo seine Eltern Betty und Willy das damalige Werksgasthaus, dann Gästehaus der Stahlwerke, aufbauten und betrieben; er war dem Haus also eng verbunden.
Die etwa 45 Exponate sind im Erdgeschoss des Hotels am See zu sehen, sie füllen die Gänge und Foyers des Hauses und seines Anbaus.
Die farbenfrohen Bilder Reinhardts lösen Assoziationen aus, die sich mit den Stichworten „Flower-Power“, „Bohème“, „expressionistisch“ oder „psychedelisch“ nur unzureichend beschreiben lassen. In verschiedenen Techniken stellt er Abstraktes und Gegenständliches dar, fantasievolle Ornamente kombiniert er mit Fabelwesen; und immer wieder tauchen seine eigenen, markanten Gesichtszüge auf.
Im Restaurant sind die von ihm künstlerisch gestalteten Rezeptblätter seiner Frau zu sehen. Und dann sind da noch die „Pötze“, lustige kleine Kerlchen, die er auf kleinformatigen Bildern und „Potzkarten“ immer wieder dargestellt hat.
Bei der Ausstellungseröffnung würdigte Bürgermeister Stefan Klein Walter Reinhardt als eine Persönlichkeit, die der 70-jährigen Stadt Salzgitter ihren Stempel aufgedrückt hat.
•Die Ausstellung ist noch bis zum 15. September im Hotel am See, Kampstraße 37, zu besichtigen.
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