Bortfelder eifern ihrem Volksfest entgegen
Peine Auf vielen Höfen in Bortfeld wird gebaut, geschraubt und getüftelt für den großen Auftritt am Sonntag, den Festumzug des Volks- und Schützenfestes.
25 Jahre Fahnenjagen der Bortfelder Reiter, 15 Jahre Tramp tau, 5 Jahre Förderkreis Streuobstwiese – das sind die Bortfelder Vereinsjubiläen dieses Jahres, die sich am Sonntag widerspiegeln werden. Insgesamt rechnet Roland Scholz, Vorsitzender der Volksfestgemeinschaft, mit 15 bis 18 Festwagen, darunter auch den der Jungen Gesellschaft, die erst im vergangenen Jahr gegründet wurde. „Es ist toll, dass sie mitmachen, das sind Signale an andere Vereine und Gruppen, sich auch zu beteiligen“, lobt der Vorsitzende, der in dieser Funktion übrigens auch eine Premiere feiert: Er übernahm das Amt in diesem Frühjahr neu.
„Eine Idee zu finden, ist immer das Schwierigste. Das sind abendfüllende Diskussionen“, weiß er aus eigener Erfahrung. Denn das Bortfelder Volksfest ist ihm bestens vertraut, Roland Scholz gehört der Kückemück-Gruppe an, die in 27 Jahren 24-mal mit Festwagen beim Umzug mitfuhr und auch diesmal wieder dabei ist.
Steht der Plan, legen manche Gruppen gleich los, andere erst zum Fest hin, je nach Arbeitsaufwand. Dieser war beim Förderkreis Streuobstwiese hoch, denn es galt, einen etwa 100 Jahre alten Ackerwagen einsatzfähig zu machen. Ein Fundstück, das einer Scheune zum Vorschein kam. Eine Dusche mit dem Hochdruckreiniger ließ die Maserung des Holzes wieder zum Vorschein kommen. Das größere Problem waren die Eisenräder, einst noch von Stellmacher und Schmied gefertigt. Im Lauf der Jahre ist das Holz ausgetrocknet, ein Eisenreifen hatte sich deshalb gelockert. „Die Nägel dafür gibt es nicht mehr“, sagte Hennig Maasberg, aus einem Zimmermannsnagel fertigte er deshalb selbst das nötige Ersatzteil schuf.
Tramp tau sattelt Fahrräder, die in Leuchtfarben angemalt sind, echte Hingucker. „Das sind Deko-Stücke, die ich bei Helmut Hornig in Wendezelle entdeckt habe“, verrät Tramp tau-Mitglied Wolfgang Brandes. Sie als Leihgabe zu bekommen, war Verhandlungssache, ein Lagerplatz in Bortfeld, bis sie wieder gebraucht werden. „Den Deal sind wir eingegangen.“

