Allerpark soll einen Picknickplatz bekommen
Müden Müden soll schöner werden. Mit Geldern des Amtes für Landentwicklung werden Gemeinde und Privateigentümer Häuser, Straßen und Grünanlagen verändern.
Ob Straßenbelag, Allerpark oder Hausfassade – Müden soll in den kommenden Jahren schöner werden. „Ziel ist es, Müdens historischen Ortskern zu erhalten und das Dorf attraktiver für Bewohner und Touristen zu gestalten“, erklärt der Braunschweiger Architekt Volkmar Bolze, der den Dorferneuerungsplan gemeinsam mit Arbeitsgruppen aus der Gemeinde erarbeitet hat. Das niedersächsische Amt für Geoinformation und Landentwicklung hat dem Plan bei einer Bürgerversammlung am Dienstag zugestimmt.
Bis 2017 darf die Gemeinde für bis zu 450 000 Euro nun ihre öffentlichen Flächen dem historischen Ortsbild entsprechend umgestalten. „Mit dieser hohen Summe hätten wir nicht gerechnet, wir sind sehr zufrieden“, betont Bürgermeister Horst Schiesgeries. Bei jedem Projekt übernimmt das Landesamt 50 Prozent der Nettokosten. Neben zahlreichen Pflasterarbeiten und Baumpflanzungen im Ortskern steht auch die Umgestaltung des Allerparks oben auf der Prioritätenliste. „Hier soll unter anderem eine Picknickfläche entstehen“, erklärt Bolze.
Bürger können ihre Häuser und Gärten ebenfalls dem historischen Ortsbild getreu umgestalten. „Das betrifft vor allem die Häuser im Ortskern. Hier können die Eigentümer etwa ihre Gartenbepflanzung, Dächer, Fenster, Türen oder Fassaden verändern“, erklärt Stephan Rauch, der beim Amt für Landentwicklung für den Landkreis Gifhorn zuständig ist. Bei einer kostenlosen Beratung mit dem Büro für Stadtplanung bekommen Müdener Tipps zu den nötigen Baumaterialien und zur Erstellung eines Kostenvoranschlags.
„Wenn das geplante Bauprojekt das Ortsbild verschönert, übernimmt das Landesamt 30 Prozent der Bruttokosten. Hierbei werden höchstens 25 000 Euro pro Objekt gezahlt. Die Mindestfördersumme beträgt 8350 Euro“, erläutert Rauch. Dabei sei es möglich, auf einem Grundstück mehrere Bauprojekte durchzuführen. Mit den Arbeiten dürfte aber nicht begonnen werden, bevor das Landesamt die Förderung zugesagt habe, betont Rauch. „Wir können Fördermittel nicht im Nachhinein zahlen.“
Für Reinhild Hustedt kommt die Dorferneuerung wie gerufen. Sie hat einen alten Bauernhof im Ortskern geerbt und will ihr Haus im Zuge der Dorferneuerung sanieren: „Wir wollen das Dach, die Fachwerk-Fassade und die Dämmung erneuern. Das schieben wir schon seit Jahren auf. Ohne die Zuschüsse könnten wir uns die Sanierung nicht leisten.“
Den Förderantrag für private Grundstückseigentümer gibt es im Internet unter www.ml.niedersachsen.de oder bei der Samtgemeinde Meinersen.
Ansprechpartner beim Amt für Landentwicklung ist Stephan Rauch. Er ist unter der Rufnummer (0531) 484 2070 erreichbar.
