Unser erstes Jahr bei Facebook - Eine Bilanz
Braunschweig Es ist schon ein Jahr her: Der erste Eintrag unserer Zeitung bei Facebook drehte sich um König Fußball und um die Eintracht aus Braunschweig.
„Eintracht-Fans, holt den Rechenschieber raus. Heute Abend gilt’s, wenn erst die Eintracht gegen Werder II spielt und im Anschluss Dresden Erfurt empfängt. Daumen drücken!!!“ Einer unserer ersten Facebook-Freunde schrieb darauf: „Nie mehr 3. Liga!“ Der Ausgang ist bekannt, die Eintracht schaffte vergangenes Jahr den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga – und die Facebook-Seite unserer Zeitung gewann seitdem Fan um Fan. Hier geht's zum Facebook-Auftritt unserer Zeitung.
Jeder vierte Deutsche ist mittlerweile bei Facebook aktiv. Für diejenigen, die (noch) nichts mit Facebook anfangen können, sei kurz erklärt: Facebook ist ein so genanntes soziales Netzwerk, eine Art Treffpunkt im Internet. Die Nutzer können dort mit Freunden und Bekannten oder auf Seiten von Musikern, Sportlern und Unternehmen kommunizieren. Die Inhalte werden von den Nutzern selbst eingestellt. Neben Statusmeldungen stellen die Mitglieder Fotos, Videos, Links zu Internetseiten und vieles mehr ein.
Unsere Zeitung nutzt Facebook vor allem, um in den schnellen, direkten Dialog mit unseren Lesern zu treten und um auf unsere Texte auf unseren Internetseiten zu verweisen. Wir erhalten Anregungen und Hinweise von unseren Lesern zu Themen und diskutieren mit ihnen, die Leser aber auch untereinander.
Bemerkenswerte Rückmeldungen unserer Leser gab es im vergangenen Jahr eine Menge. Da wäre ein Artikel über einen Braunschweiger, der als erster am Unfallort war, als im Dezember ein siebenjähriges Mädchen im Siegfriedviertel von einem Lastwagen überfahren wurde. Der Mann reagierte geistesgegenwärtig, band dem Mädchen das verletzte Bein ab. So verhinderte der 52-Jährige, dass das Mädchen verblutete und starb. Wir verlinkten den Artikel bei Facebook, und die Mutter des Mädchens schrieb darunter: „Engel haben nicht immer Flügel, dieser Engel hat Arme, Hände... Er hat meinem Kind das Leben gerettet!!!!!! DANKE.“
Die Nachricht über die Zwangspause der Braunschweiger Groß-Disko Jolly Joker entwickelte Ende Februar im Internet eine eigene Dynamik. Innerhalb von 24 Stunden wurde unser Eintrag auf Facebook rund 1100 Mal geteilt und rund 750 Mal kommentiert. Die Nachricht bescherte uns auf einen Schlag knappe 1000 neue Fans. „So ein Echo auf eine Berichterstattung habe ich bei einer Zeitung auf Facebook noch nicht erlebt“, sagt Uli Weissbrod, Experte für soziale Medien wie Facebook und Twitter.
Unsere Online-Redaktion ist täglich von 7 bis mindestens 23 Uhr am Ball, bespielt unsere 7 Internetseiten und unser Hauptprofil auf Facebook. Für Aktualität ist also gesorgt. Inzwischen folgen uns knappe 4400 Freunde. „Das ist sehr gut. Der Schnitt bei Zeitungen liegt bei etwa 3000 Facebook-Freunden“, sagt Experte Uli Weissbrod. „Unter Zeitungen vergleichbarer Größe liegt die Braunschweiger Zeitung im oberen Drittel.“ Unsere Zeitung hat eine Auflage von rund 146.000 Exemplaren (Samstagsausgabe). Weissbrod erkennt bei unserer Zeitung aber auch noch „Luft nach oben“, was die Anzahl der Facebook-Freunde betrifft. Die Entwicklung sei aber – eng gekoppelt an unsere neuen Internetseiten und die neue Kommentarfunktion – positiv.
Neben unserem Hauptprofil betreiben unsere Lokalredaktionen seit ein paar Monaten weitere Facebook-Seiten – analog zu unseren sieben Internetauftritten:
www.facebook.com/wolfsburgernachrichten
www.facebook.com/salzgitterzeitung
www.facebook.com/gifhornerrundschau
www.facebook.com/helmstedternachrichten


