Am Samstag noch mehr Regen und Gewitter
Braunschweig Es regnet, blitzt und donnert – nach zwei heftigen Unwetter-Nächten geht es Samstag weiter. Allerdings nicht ganz so heftig. Mehr dazu lesen Sie hier:
„Regen und Gewitter sollten aber deutlich schwächer ausfallen“, sagt Meteorologe Jens Fildebrandt vom Deutschen Wetterdienst Braunschweig.
In der Nacht zu Donnerstag hatte es Braunschweig, den Kreis Helmstedt und den Harz mächtig erwischt. „In Braunschweig haben wir von Donnerstag, 6 Uhr, bis Freitag, 6 Uhr, 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. Spitzenreiter war Cremlingen im Kreis Wolfenbüttel mit 61 Litern“, sagt Fildebrandt. Entsprechend häufig waren die Feuerwehren im Einsatz, denn die Wassermassen überfluteten Straßen und drangen in Häuser ein.
37-mal rückte die Braunschweiger Feuerwehr zu Einsätzen aus. Auf einem Gelände am Madamenweg lief ein durch Regenwasser voll gelaufener Heizöltank aus. Wasser-Öl-Gemisch verschmutzte laut Polizei eine 400 Quadratmeter große Fläche und einen Graben. Bei einem Einsatz in der Innenstadt stürzte ein Baum auf ein Feuerwehrauto, das leicht beschädigt wurde.
Auch in Königslutter, Schöningen und in Nordelm-Orten mussten Keller ausgepumpt werden. Pech: Als die Polizeibeamten der Polizeiwache Königslutter von Unwettereinsätzen in ihre Dienststelle zurückkehrten, stand auch die unter Wasser.
In Osterode am Harz wurden mehr als 30 Keller leergepumpt, und im Ortsteil Katzenstein mussten die Einsatzkräfte ein tief gelegenes Umspannwerk mit Sandsäcken vor den Wassermassen schützen. Nach Angaben der Polizei waren mehr als 140 Feuerwehrleute im Einsatz.
In Sachsen-Anhalt und Sachsen standen Ortschaften bis zu einem halben Meter unter Wasser.
In Bayern deckte eine Sturmböe das Dach eines Verwaltungsgebäudes des Flughafens in Memmingen ab. Die Bundesstraße 311 im rheinland-pfälzischen Ehlingen wurde zeitweilig gesperrt. Zwei Scheunen gingen in Wittighausen in Baden-Württemberg nach Blitzeinschlägen in Flammen auf. Während Jens Fildebrandt für die Nacht zu heute erneut heftige Unwetter erwartet, sagt er für heute Nachmittag einfache Schauer und Gewitter bei bis zu 26 Grad voraus.
„Sonntag erreichen wir nochmals 25 Grad, ab Montag dann geht die Tagestemperatur auf 20 bis 22 Grad zurück“, sagt Fildebrandt. „Es ist kein stabiles Sommerwetter in Sicht. Es wird in der gesamten nächsten Woche einen Wechsel von Wolken, Sonne und Regen geben“, sagt der Meteorologe voraus.
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