Ein Abend mit flitzenden Frettchen und einer hölzernen Taube
Wolfsburg Das Jäger-Infomobil und ein etwas anderer Schützen-Wettbewerb erwarten die Besucher bei der WN-Veranstaltung in der Mörser Mehrzweckhalle.
„Die fahrende Waldschule ... eine Initiative der Jägerschaft Wolfsburg“ – das ist der Slogan, mit dem für das Infomobil geworben wird. Zum WN-Abend am Dienstag, 17. Juli, ist der Mörser Jäger Horst Hüller mit dem Gefährt zu Gast. Vor der Mehrzweckhalle ist er ab 18.30 Uhr mit dem Infomobil anzutreffen. Und im Verlauf des Programms in der Halle ab 19 Uhr zeigen seine Frettchen, wie flink sie in einem nachempfundenen Kaninchenbau unterwegs sind.
Erst vor rund einem Jahr ist der neue Hänger in Betrieb gegangen, der von seinem Standort in Mörse aus durchs Stadtgebiet tingelt. Trotzdem platzt das Infomobil schon wieder aus allen Nähten, verrät Hüller: „Wir könnten noch eines gebrauchen. Wir haben noch viele Präparate in Kisten, zum Beispiel Greifvögel, die sind sehr sperrig.“
Eines der imposantesten Stücke ist der etwa zwei Meter lange Fischotter. Den nimmt Hüller aber nur noch selten aus dem Regal. „Der ist von den Kindern immer gegen den Strich gekrault worden und schon ganz strubbelig“, erzählt er schmunzelnd. Absolut zierlich muten dagegen das Rehkitz und die beiden Frischlinge an, ebenso wie Igel, Maulwurf und Wiesel. Der Jäger ist mit Leidenschaft bei der Sache: „Wir haben mit dem Infomobil gut zu tun, voriges Jahr haben wir fast 400 Kinder betreut.“ Darunter ist zum Beispiel die Arbeitsgemeinschaft „Natur pur“ an der Regenbogenschule.
Einen anderen tierischen Auftritt hat beim WN-Abend der SV Tell: Die Schützenjugend präsentiert in der Mehrzweckhalle die alte Mörser Tradition des Taubenstechens zur Ermittlung der Kinderkönige. Dabei geht es völlig friedlich zu, der Wettbewerb wird traditionell in der Grundschule – aber nicht mit einer Waffe – ausgetragen: Stattdessen wird mit einer an einer Schnur hängenden Holztaube mit spitzem Schnabel auf die Scheibe gezielt.
