Neuer Anlauf – Parken an der Stadthalle soll Geld kosten

Braunschweig  Die Stadthalle lässt die Schranken runter. Wohl noch dieses Jahr sollen Autofahrer erstmals fürs Parken auf dem Gelände zahlen.

Das ist einer der Eckpfeiler des Parkraumkonzeptes Östlicher Ring. Am Donnerstag geht die Verwaltung mit ihrem Papier in die zweite Runde der Bürgerbeteiligung. Dann wollen Vertreter von Stadt und Stadthallen GmbH sowie ein beauftragter Verkehrsplaner mit den Anwohnern abschließend diskutieren, wie der chronische Parkplatzmangel in dem Quartier gelindert werden kann.

Die Bürger hatten bereits im November Gelegenheit, ihre Lösungsvorschläge gegen unliebsame Langzeitparker in die Planung einzubringen. Das anhaltende Problem: Weil Bahnreisende, Besucher von Jobcenter und Marienstift sowie Anlieger die kostenfreien Plätze an der Stadthalle blockieren, fehlt es für deren Gäste an Parkflächen. Diese weichen folglich auf Straßen in der Nachbarschaft aus und verschärfen so im Wohnviertel die Parkplatznot.

Am Donnerstag soll über folgende Lösungsansätze gesprochen werden:

•gestaffelte Gebühren für die rund 450 Stellplätze der Stadthalle

•mehr reservierte Anwohnerparkplätze in den umliegenden Straßen

•mehr Plätze mit begrenzter Parkdauer, die sich an den Geschäftszeiten von Läden und Arztpraxen im Quartier orientiert

Thema wird auch die verbesserungsbedürftige Auslastung der kostenpflichtigen Parkplätze am Bahnhof und am Marienstift sein.

Der Verwaltungsausschuss des Rates befindet laut Stadtsprecher Adrian Foitzik am 12. Juni abschließend über das Konzept. Befürworten die Politiker auch das derzeit angedachte Gebührenmodell für die Stellplätze an der Stadthalle, müssen Veranstaltungsbesucher künftig mit einer pauschalen Parkgebühr von 3 Euro rechnen. Sonstige Nutzer werden voraussichtlich 1 Euro je Stunde zahlen müssen. Für Kurzzeitparker soll es kostenfrei bleiben. Zudem ist angedacht, einen Teil der Plätze an Anlieger zu verpachten.

Wie Stadthallen-Chef Stephan Lemke auf Anfrage sagte, sollen Schranken an der Othmerstraße und an der Gerstäckerstraße Unbefugten die Zufahrt aufs Gelände versperren. „Damit würden wir einerseits das Parkplatzproblem und andererseits auch die Situation auf der Straße an der Stadthalle entschärfen. Viele Autofahrer nutzen die Strecke als Abkürzung, nicht selten mit zu hoher Geschwindigkeit, so dass wir hier regelmäßig Unfälle mit Blechschäden haben“, so Lemke.

•Informationsveranstaltung für Anlieger zum Parkraumkonzept Östlicher Ring: Donnerstag, 10. Mai, 19 Uhr, Congress-Saal der Stadthalle.

Reden Sie mit: Wie lässt sich die Parkplatznot im Östlichen Ring beheben?

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